Frage zu Mairlist, Mischpult Behringer DX2000 ++ Skype

Kan nmir jemand verraten,wie man Skype in MAirlist unterbringen kann ?
Nutze noch die Home Version 5.3.
Danke für die Antworten.

Sollte die Gruppierung hier falsch sein, bitte den Post in die richtige z usetzen. DANKE.

Wenn Du einen Regler Deines Pults mit Skype belegen willst, hast Du schlechte Karten, da dem Pult der n–1-Rückkanal fehlt. Soll heißen, der Teilnehmer am anderen Ende der Skype-Leitung soll alles hören, außer sich selbst. Das kann das Pult aber leider nicht.

Ob man sich direkt in der Software etwas derartiges stricken kann, wissen andere hier besser als ich.

Geroutete Grüße

TSD

Ich habe es mal in “Hardware” verschoben. Begründung im folgenden Text.

Nein, mAirList selbst hat eine solche Funktion nicht. Dazu nutzt man entweder ein adäquates Mischpult (samt Kenntnis der Routing-Logik, das ist Voraussetzung) oder ein virtuelles Mischpult wie z.B. Voicemeeter Banana. Bei letzterem ist die Kenntnis der Audio-Wege noch sehr viel wichtiger.
So ganz ohne grundlegendes know-how geht es also nicht.

Ja und nein. Bei aller geboteten Höflichkeit, lieber TSD, die nicht broadcastfähigen Hobbypulte sind nun mal nicht so ganz Deine Baustelle (was zwweifelsohne für dich spricht).
Zwar stimmt es, dass das Pult keinen expliziten Cleanfeed-Kanal hat, aber man kann sich - über Krücken - eine Umleitung bauen.

Das wurde hier auch schon mal thematisiert - ist aber länger her. Irgendjemand hat mal die Behringer DX n000-Familie dazu überredet, n-1 (aka Cleanfeed, mixminus etc.) zu schalten.
Wenn ich es richtig im Kopf habe, wurde zu dem Zweck eine Subgruppe missbraucht.

Nehmt mir aber bitte nicht übel, dass ich heute Abend zu müde bin, für euch die Suchmaschine zu füttern.

Dann freue ich mich auf morgen, denn ich lerne gerne hinzu. Nach einigem Studium des DX2000USB-Handbuchs fand ich nämlich als einzigen Aux-Weg den „FX“-Kanal, dem ich aber nur Mikrofonwege zuschalten kann. (Mit löten gilt nicht, dann geht fast alles.)

Gespannte Grüße

TSD

Ich gebe Dir recht, es war nicht hier im Forum.
Bei radioforen.de wurde ich fündig (dafür ist @shorty.xs ja auch hier, also machen wir hier weiter und müssen nicht in die radioforen).

… dort Beiträge #5 und #8.

In letzterem beschreibt @shorty.xs das wie folgt:

Skype Kanal auf Line schalten
Talkover beim Skype Kanal drücken
Talkover Empfindlichkeit auf Anschlag rechts (möglichst unempflindlich, wir wollen ja nicht, dass der wirklich was macht)
Talkover Damping auf Minimalwert
Talkover Time auf Minimalwert

That’s it.

Tatsächlich, das Ding hat ja noch nicht mal 'ne Subgruppe oder einen Aux-Weg.
Kaffee kochen kann’s auch nicht… okay, was macht man dann damit? :thinking:

Ja, das kann man “selbst stricken”, bzw. stricken lassen. Vor gefühlt 100 Jahren hatte ich das DX2000 mit einem Umbau von Jens K. (Krankenhausradio Elmshorn). On/Off Tasten für Mic, Monitor-Mute, N1-Schaltung für Hybrid. Signalampel mit verschiedenen Funktionen, wie Talktimer, etc.

Allerdings und da bin bei Dir. Ein Umbau erfordert technische, elektronische und handwerkliche Kenntnisse und noch vieles mehr. Und vor allem einem “dicken” Geldbeutel. Ob sich das alles lohnt, wo es doch mit Airlite und Webstation wirklich bezahlbare Mischpulte für den semiprofessionellen Bereich gibt, steht auf einem anderen Blatt, denn für einen ordentlichen Umbau des DX2000 sollte man, ja Funktionen 500 - 700 Euro einplanen (wenn es überhaupt noch jemand macht, Jens hatte da mal eine Partnerfirma empfohlen, er selbst macht das wohl nicht mehr).

In der Tat, das scheint zu funktionieren. Diese (an sich schätzenswerte) Funktion mit dem Ausgang without voice ist leider im Handbuch nur rudimentär dokumentiert. Ich habe das Vorgehen hier (or, for our English-speaking readers, here) mal zusammengefaßt.

Erkenntnisreiche Grüße

TSD

Danke für die Dokumentation. :+1:

Sagt, was ihr wollt, aber ich halte das Pult - für den Radiobetrieb - nach wie vor für eine Krücke.
In meinen Augen ist ein akzeptables Einsteigerpult das Yamaha MG12.
Sicher auch nicht für den klassischen Radiobetrieb gedacht, aber wesentlicher flexibler hinsichtlich der möglichen Einsatzbereiche im Heim- oder Außenstudio, ob mit oder ohne Softphone-Anbindung.
Das gibt es nun auch schon in der x-ten Generation unter verschiedenen Namen (MG 12/4, MW 12, M 124 C usw. usf.), aber immer zuverlässig und 1a für “mein erstes Radiopult”.

Ich kann wirklich nicht nachvollziehen, warum sich das DX n000 dieser Beliebtheit bei Webradio-Verunstaltern erfreut - vermutlich sind es diese tollen Hotstart-Knöpfe. Aber die alleine machen es nicht, denn auch dazu bedarf es einer Löterei.
Letztlich ist das Pult so eine Art DJ-Mischer, und selbst da nur untere Mittelklasse.

Abschließend noch eine Anmerkung zu der Dokumentation:

Das sehe ich anders.
Da mAirList meist mit separaten internen oder externen Soundkarten gefahren wird, kann man ruhigen Gewissens Skype auf dem gleichen Rechner über die eingebaute Soundkarte laufen lassen. Das geht wunderbar.

Etwas anders sieht es aus, wenn mAirList unter Benutzung der integrierten Soundkarte zum streamen genutzt wird. Dann muss tatsächlich ein zweites Audio-Device ran, das aber auch nicht zwingend den zweiten Rechner erfordert.
Vielmehr kann es hier entweder eine alte Steck-Soundkarte aus einem ausgeschlachteten PC sein oder ein simpler USB-Stick mit 2* 3,5-mm Minijacks für zwofuffzich aus dem Elektronikmarkt um die Ecke. Bei VoIP spielt die Qualität in aller Regel nicht die herausragende Rolle, sofern der Gesprächspartner nicht auch halbwegs studiotaugliches Equipment zum aufnehmen benutzt.

Ich würde die gesamte Nummer daher einfach deutlich schlanker fahren.

Gut, ich ändere das. Da pulsiert wieder diese vermaledeite professionelle Ader in mir.

Perfektionistische Grüße

TSD

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Ich kann das schon verstehen, beim DX1000 noch mehr wie beim DX2000.

Das Pult ist ziemlich billig zu haben, you geht what you pay for. Die Qualität ist also entsprechend nicht so gut aber der Preis ist das, was man erst einmal sieht und der ist OK.

Natürlich fehlen dem ein paar wichtige Funktionen, also welche die Du @UliNobbe, @Tondose und ich als wichtig empfinden.

Es hat sogar ein paar sehr positive Dinge.
Die 100mm Kanalfader z.B., die die 0dB Markierung, eben nicht am oberen mechanischen Anschlag haben. Und eine Skalierung die oberhalb diese Markierung noch mal ordentlich Gas gibt. Mit etwas Übung, kann man da in einem sehr weiten Bereich fehlenden Pegel nachregeln. Wenn man das muss, ist zwar vorher viel falsch gelaufen aber dennoch, finde ich das einen erheblichen Pluspunkt, den ich bei anderen DJ oder Bühnen Mixern nicht finde.

Zusammenfassend, könnte man sagen von allen Krücken, die es in der Preisklasse gibt, ist diese Kategorie noch das kleinste Übel und vermutlich ist es deshalb auch so beliebt.

Allerdings würde ich auch davon absehen, dieses Pult umzubauen, obwohl die vielen Busse, durchaus interessant sind, wenn man sie anders nutzt.

Ich habe mir gestern ein gebrauchtes Monacor MPX-8200 gekauft. Da möchte ich ein paar Dinge dran umbauen. Fest geplant ist erst einmal nur eine Radiotaugliche Fernsteuerung für mAirlist, mit kombiniertem Fader/Button Start. So wie vorab erst mal eine Signalanlyse.

Dann die Klinke-MIC Inputs in Inserts umbauen.

Ja, die werden immer als das Argument schlechthin in den Ring geworfen. Klar lässt sich damit bequem arbeiten, aber ich habe auch schon auf 60 mm Fadern gut arbeiten können.
Vorteilhaft, aber nicht kriegsentscheidend, meiner Meinung nach.

Dafür hast Du nur (ja, bewusst “nur”!) zwei Mikrofoneingänge, und die Vorverstärker sind eher… bescheiden. Meiner Erfahrung nach produziert der Gain-Poti da jenseits von zwei Uhr alles mögliche, aber kein brauchbaren Output mehr.

Bei mir ging es los mit einem img-stageline MPX irgendwas, das war mein erstes DJ-Universalpult, das nach Ablösung durch einen Dynacord Powermixer in meine ersten Webradio-Gehversuche abgeschoben wurde. Es dauerte nicht lang, bis Yamaha ins Spiel kam (12/4 und MW 12). Danach stieg ich auf Allen & Heath um.

Mit dem Behringer hatte ich nur mal zu tun, als ich einem Kollegen helfen musste. Der war als mobiler DJ mit dem DX1000 unterwegs und ich habe mein Dynacord als Sub-Pult eingeschleift. Dieses wirklich geile Dynacord-Teil ist da vom Pegel & Sound her derartig abgesoffen, seither bin ich extrem kritisch, was diese Mixer-Familie mit dem großen Ohr angeht. Da kann der Preis noch so günstig billig sein.

An so was verbrenne ich mir nicht noch mal die Finger; ich habe was übrig für guten Sound.
Pasta!

Andersherum gefragt: Hast Du auch schon mit 100-mm-Reglern gearbeitet?

Egal, ob lang oder kurz: Beides gleichzeitig nebeneinander im selben Pult, wie in besagtem Monacor, geht ja überhaupt nicht! Überleg Dir das nochmal, Malte.

Grüße vom Advocatus Diaboli

TSD

Nu gloor… das ist mein derzeitiges Pult:
https://www.allen-heath.com/ahproducts/zed-14/

Gut, dann müßtest Du aber schon die Erfahrung gemacht haben, daß sanftes Nachregeln der Aussteuerung mit längeren Reglern einfach besser geht, insbesondere wenn der 0-dB-Punkt – wie anzustreben – etwa bei 75 Prozent Reglerweg liegt. Bei 60 mm Länge wird es mit der Auflösung schon arg eng.

Fein justierte Grüße

TSD

Aus Sicht der Ergonomie, hast Du da sicherlich recht. Ich habe mir das aber tatsächlich schon überlegt. Für den Einsatzzweck als mobile Radioausspielung auf einer Bühne, was also am Ende eher Richtung DJ Einsatz geht wird das funktionieren. Ich will mir eigene 0dB Marker setzen.
Nur der 2 Band eq bei den Mikrofonwegen, macht mir etwas Sorgen. Wie auch bei der Webstation von D&R.
Mir ist wichtig, dass es 19“ hat und für 30,-€ fand ich das als passend und habe es mitgenommen. Dürfte gegenüber einem Rauschinger immer noch deutlich besser verarbeitet sein.

Das war eines der ersten DJ Pulte, die ich unter den Fingern hatte.

Natürlich währe mir ein Soundcraft D-Mix 1000 als Basis oder das RM-100, was gerade in der Bucht zu haben ist, deutlich lieber aber für einmal im Jahr Einsatz, ist das Budget dann doch zu hoch, für die beiden Schätzchen. Zumal mir bei dem RM-100 1-2 Mikrofonwege fehlen würden.


Zusammenfassung: Für einen Webradioten ist es unerheblich, von welcher Länge seine Regler sind – er wird auch mit noch so langen nicht besser. Jemand mit Liebe zum radiomachen wird auch mit kürzeren zurechtkommen, wenngleich ein gewisses Mindestmaß natürlich von Vorteil ist (siehe dazu meinen Beitrag über die Ergonomie am Pult).

Leute, die sich angesprochen fühlen, sind nicht gemeint.

Subsumierte Grüße

TSD

1 Like

Das trifft zu.

Nun möchte ich aber auch daran erinnern, dass solche Pulte in aller Regel bei Webcastern zu finden sind, bei denen der klangliche Output - über zerstörte Dynamik wollen wir an dieser Stelle erst gar nicht reden - mehrheitlich so kaputt ist, dass eine Feinjustierung am 100-mm-Fader auch nichts mehr rettet.
Das war auch beim letzten Webradio, für das ich tätig sein durfte, nicht anders - und die verschiedenen Analysen der Mitschnitte, die ich aktuell bei verschiedenen Sendern nach dem Zufallsprinzip vornehme, bestätigen das.

Meine Erfahrung mit langen Faderwegen ist, dass man die Einstellungen für den Ramp-Talk besser vornehmen kann, vor allem, weil manche Songs leise anfangen und andere Wumms-mäßig laut. Da kann man besser regulieren.
Aber letztlich ist das eine Übungs- und Gewohnheitssache. Zumal viele ja lieber mit Talkover-Buttons arbeiten und eine Feinjustierung ohnehin sinnfrei erscheint.

An dieser Stelle möchte ich einen Bogen zu mAirList spannen: Bereits seit der v6 ermittelt mAirList beim Import einen R.128-Korrekturwert.
Mit der v6.2 - noch Beta, aber stabil und öffentlich - kann man diesen Wert nutzen, um entweder klassisch nach EBU R.128 auszuspielen oder eigene Werte in der Konfiguration zu setzen. Im Test kann man das auf eine Playlist anwenden; man kann aber auch sein gesamtes Archiv im mass-tagging auf jeden beliebigen Wert “normalisieren” (in der v6.2b kann man in der Konfiguration zwischen Peak und R.128 wählen und dort Werte für LUFS und dB (TP) eingeben). Das Ergebnis ist, in aller Bescheidenheit, sensationell und macht im Grunde jegliches DSP überflüssig - außer für die, die noch auf Soundbriketts stehen. :roll_eyes:

Diese Normalisierung greift sogar beim voice tracking, und da wird es dann so richtig genial.

Sogar mein bis dato so geschätzer, im Hintergrund ganz dezent werkelnder Combinator kann damit im Grunde in Rente gehen. Es lebe der pure, von mAirList sauber ausgespielte Original-Sound. Nur das mit dem Mikrofon, das überlassen wir einem dbx, und alles wird gut.

Werde ich zukünftig wirklich noch feinjustieren müssen, wenn ich nicht gerade Ramptalks sauber fahre? Vermutlich: Nein.

R.128-Grüße, Uli
(privat ein totaler Fan dieses features in der v6.2b)

Siehe mein (etwas verfrühtes) Fazit oben.

Da sind wir aber sowas von einer Meinung, das magst Du gar nicht glauben (oder vielleicht doch). Allerdings gebe ich zu bedenken, daß die Radiowelt, insbesondere auf dem Webradiokontinent, (immer noch) nicht nur aus mp3 und flac besteht. Beim Einsatz von Platten oder CDs ist und bleibt wiederum der feinfühlige Operateur am Regler gefragt.

Vielfältige Grüße

TSD

Ja, so sie es denn bei den brauchbaren Webradiosendern gibt, sehr gerne.

Neulich wurde ich - über einen soschlmädja-Kanal - auf eine Sendung mit angeblichen “Band-Raritäten” aufmerksam. Das Ergebnis war eine einzige Katastrophe (in vielfacher Hinsicht), so dass ich an die echten Perlen im Webradio immer weniger glaube und mich dann zum Hören doch lieber den Profis zuwende.

– Den Mitschnitt habe ich sogar noch irgendwo auf der Festplatte, glaube ich. Aber den will ich Dir nicht antun. –

Nun denn: Die Hardware sollte so angelegt sein, dass man bei wachsenden Anforderungen (und die ergeben sich für jeden engagierten Radiomacher mit Herzblut so oder so) auf selbige gut vorbereitet ist und nicht immer nachkaufen muss. Und da es im Laufe der Zeit immer teurer wird, ist ein billiger Anfang zwar nett, aber spätestens mit so einem Thread zeigt sich: “Mehr” ist möglich, aber entweder wird’s Gefrickel oder man erkennt die Grenzen der bisherigen Ausstattung und die Ersatz-Investition klopft an die Tür.

Habe ich schon mehrfach hinter mir - und mein Wunschzettel wird, nach Erfahrungsaustausch mit Kollegen - immer länger (wobei der noch keinesfalls fertig geschrieben ist).

Ja, die Profis (zumindest jene, denen man gerne zuhört) haben es halt irgendwann gelernt, das ist der Unterschied. Aber jetzt geht es wieder in die philosophische Betrachtung des Webradiowesens, von der ich ja eigentlich – zumindest hierzuforen – wegwollte (-sollte).

Melancholische Grüße

TSD