Für mich spielt es prinzipiell keine Rolle, wofür ihr mAirList einsetzt, ob terrestrisches oder Internet-Radio. Ich finde beides gut.
Aber die Sache ist doch folgende: So wie mAirList konstruiert ist - ohne Software-Lautstärke-Regler, ohne Mikrofon-Einbindung, etc - ist es zwingend notwendig, dass man ein Mischpult benutzt. Das bedeutet aber wiederum, dass die Sendesumme nicht innerhalb von mAirList erzeugt wird, sondern im Mischpult. Das ist bei beiden Medien, terrestrisch und Internet, so. Danach muss die Summe dann irgendwo eingespeist werden. Im Falle des Internet-Radios also wieder zurück in einen Rechner, wo eine Software läuft, die das Signal zum Streaming-Server schickt. Zum Beispiel Simplecast oder Oddcast. Damit hat mAirList dann aber gar nichts mehr zu tun. Es ist das ganz andere Ende der Signalkette. Also muss sowas wie die Anzeige der Hörerzahlen auch da angesiedelt sein, finde ich.
Ich bin übrigens der Meinung, dass man um die Verwendung eines Mischpultes nicht herumkommt, wenn man ernsthaft Radio machen und gut klingende Sendungen produzieren will. Viele Radios klingen in Sachen Aussteuerung und Tonqualität äußerst bescheiden. Das liegt dann oft daran, dass die Leute halt nur einen Computer mit Mikrofon da stehen haben, und eine Software nutzen, die sowas wie Push to Talk anbietet. Sollen sie meinetwegen machen, mag ja auch seine Berechtigung haben. Ich beteilige mich aber an sowas nicht. mAirList ist für Leute gemacht, die das mit der Radiotechnik etwas ernsthafter betreiben wollen. Es muss ja nicht gleich das 10.000-Euro-Digitalpult sein. Aber ein bisschen wie im “echten” Radio darf das Studio schon konzipiert sein.
mAirList ist nicht das Studio, sondern mAirList ist nur ein Teil des Studios. Deswegen müssen auch nicht auf Teufel komm raus alle möglichen Zusatzfunktionen in mAirList integriert werden.