Laustärkenlevel

Ich finde die Diskussion sehr spannend und da ich ja eh nur für mich produziere kann ich ganz frei experimentieren was die Musik angeht. Insofern wie auch oben schon geschrieben spiele ich auch mitz der R128 Normalisierung herum.
Ich hab nun halt nur meine Automation für mein Küchenradio und so laufen, aber wenn ich jetzt an ein Pult rangehe und noch Moderation aufnehmen würde - wie würde ich die aussteuern, damit das vom Pegel passt?
Und wie macht ihr das mit dem Processing? Den Output vom Prozessor auch wieder runteregeln?

Live?
Die Mikrofonkanäle haben doch einen Gain… und dann kannst du es mit einem Lautheitsmesser entsprechend einpegeln.

Voicetrack:
Du kannst beim VT in mAirList unter “Effekte” auch die Normalisierung hinzufügen. Es wird die Normalisierung verwendet, die in der Konfiguration voreingestellt ist (also in dem Fall die R 128).
Ich persönlich würde bei Sprache vorab noch einen Software-Kompressor in das VT-Processing einschleifen; ist ja in mAirList mit drin.

:exclamation: Das sind keine Live-Effekte; sie wirken erst nach Ende der Aufnahme.

Nein, gar nicht. Abgesehen vom Kompressor / Limiter als Insert im Mikrofonkanal gar nichts mehr. Mein bis dato geliebter Combinator wurde zunächst auf Bypass geschaltet und ist mittlerweile sogar aus dem Rack ausgebaut (braucht jemand einen? :sunglasses:).

Ich bin da ganz auf einer Linie mit @Tondose:

:white_check_mark:

Wer hat den schon?


Für Leute ohne sündteure Lautheitsmesser habe ich mal dieses hier geschrieben (siehe unter Nachtrag):

https://community.mairlist.com/t/r-128-wie-es-funktioniert/12494/12

Hm, Software?
Eine kostenfrei, die andere in der Basisversion kostenfrei; Premium gegen Aufpreis.


EDIT
Aus deinem Link:

(Hervorhebung von mir)

Im Live-Betrieb? Wie routest Du das?

An meinem Sendeplatz nutze ich die M-Audio Delta 1010 LT.
Da muss man ein wenig tricksen:

Vielen Dank nochmal an @shorty.xs :slightly_smiling_face:

Ich habe das tc electronic Clarity M Stereo und meine, damit ganz gut zu fahren…
Lag mit rund 250€ noch im Budget.

Ergänzung:

Ich habe es spontan mit einem USB-Mikrofon getestet.

Ja, funktioniert bestens.

Mit einem Steinberg UR kann ich es momentan nicht testen, aber: Warum sollte es da anders sein?

USB-Device ist USB-Device. Oder? :thinking:
Na gut, es soll wohl auch schlechte Chips geben, vielleicht klappt’s da nicht so gut.
Keine Ahnung.

Wie hast du das denn angeschlossen? Über USB vermutlich.
Ein direkter Signal-Abgriff vom Pult via Tape Out scheint mit diesem Gerät nicht möglich zu sein. Täusche ich mich?

Nee, über spdif (das unaussprechliche, ein Fall für die ADB…)

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„Ess-pehdif“.  

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Ohje, da hab ich ein Problem: ich liebe den prozessierten Sound einfach zu sehr. Wobei ich fast eher eine Expansion als eine Kompression mache, zumindest bei modernem Material kommt am Ende mehr dynamik bei raus als reingeht :slight_smile:
Ansonsten ist es kaum hörbar. Aber an den Stellen, wo es hörbar ist, mag ich es nicht missen. Aber ich probier trotzdem gern mal rum…
Ideen gern auch noch zum Thema Mikrofon-Prozessing.

Für wen machst du das, Radio?

“Dransägen geht nicht.”

(geklaut aus den radioforen)

Na schön, rein mathematisch ist das nicht unmöglich, aber… ich bin so alt, dass ich noch Schallplatten abgespielt habe (nicht im Radio), und später CDs. Was hatten wir da an der Stereoanlage?
Höhen, Tiefen, Balance… später kam noch dieser “Loudness”-Schalter hinzu (hat nichts mit der hier besprochenen Lautheit zu tun, sondern war streng genommen die erste akustische Täuschung in Amateurhänden, ja, vielleicht sogar Pseudoakustik?).
Meine Güte, muss das grausam gewesen sein, damals™ - wir hatten ja sonst nix… :roll_eyes:

Das Programm ist für meine Küche/Wohnzimmer und das Auto oder wo mein Handy sonst gerade ist. Ich weiß also immer genau wer zuhört :-).
Ich liebe Radio artige, zufällige Musikwiedergabe und da kommt mairlist mit dem mini scheduler gerade recht. Also nutze ich das als Luxus Player.
Und gleichzeitig ist es eine Testplattform wo ich Sachen ausprobieren kann, die dann so oder ganz anders im lokalen offenen Kanal zum Einsatz kommen.

Der Declipper von Thimeo kriegt tatsächlich bei manchen Produktionen deutlich mehr Dynamik raus als rein geht…

Ja, Stereotool ist ein sehr mächtiges Werkzeug, das ist unbestritten.
Und natürlich kann man in der digitalen Musikbearbeitung Resultate erzielen, die physikalisch einfach nicht drin sind - es lebe die Mathematik.

Nun, jeder Koch bereitet sein Essen anders zu - solange er es nur selber isst, gibt es daran nichts zu kritisieren.

Declipper? Ach ja, diese “Natural Dynamics”, stimmt.
Wären die “Advanced Dynamics (Auto EQ + dynamic ratios)” nicht eher was für dich gewesen?

Der Declipper kommt noch vor den Natural Dynamics und ist meiner Meinung nach eins der wichtigsten Features in Stereotool. Man kann den Declipper auch einzeln kaufen. Ausnahmsweise ein Tool, das bei Hifi Enthusiasmus echt sinnvoll ist. Da gibt’s ja sonst viel Zeugs…

Zusammen mit der Normalisierung könnte man sich vermutlich diese Auto-Gain Geschichte sparen. Das allein ist mal ne Überlegung wert, das ist oft Quelle von Unheil.

Ui, da bin ich ein “gebranntes Kind”… kann aber auch am AGC liegen. Mein erstes (und letztes!) AGC war in meinem ersten volldigitalen DJ-System (1999? 2000?) und das selbst bei Hintergrundmusik zum Essen.

Seither gilt für mich: Finger weg vom AGC, das ist nicht meine Welt.
(ja, ich weiß, dass es so eine Funktion in mAirList gibt)

Kleines Update zu diesem Thema:
Inzwischen habe ich das Clarity per USB angeschlossen und in mAirList als VST im Master eingerichtet. Funktioniert einwandfrei.

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Das mache ich zwischenzeitlich genauso und bin super zufrieden mit der Lösung.