Warum gibt es mArliest nicht für Linux

Das kann ich so nicht bestätigen. Okay, ich habe Windows Vista übersprungen, das war wohl nix für Audio, aber sonst?

Aber mal andersrum: Für den Automationsbetrieb nutzen mir bekannte Radiobetreiber in aller Regel Windows Server. Siehst du da vergleichbare Probleme?

Aber die Deutsche Bahn arbeitet noch mit XP. Just saying.

Ach so.    

Das macht sie sicher auch.
Nimm ein Windows Server, installiere Mairlist, starte das Programm und warte ab.

Ich bin mir sicher, das Mairlist hier locker Tage, Wochen, Monate läuft.

Okay, wenn du jetzt noch auf die Idee kommst, irgendwelche Audiodevices anzubinden um darüber dann auch noch Musik abzuspielen….najaaa.

Was ich sagen möchte:
Auch alle anderen Hersteller müssen ihre Hausaufgaben machen und Treiber etc. anbieten, die keinerlei Probleme machen.
Und das ist, Linux hin oder her, noch einmal eine ganz andere Geschichte…

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Tatsächlich bisher nicht probiert. Die Rechner, die gerne mal für Überraschung gesorgt haben, waren normale Windows 10 Pro in den Studios. Die aber auch nichts anderes ausgeführt haben als Mairlist. Das man da besser eine Win Server Lizenz nutzt, ist zumindest unschön..

Ich habe früher [tm] oft Videoüberwachungsserver bei Kunden unter XP und auch Win7pro laufen lassen. Erst mit Win8 und 10 fing das an, das die Wartungsintensiver wurden, Updates umfangreicher, an APIs was änderten.. Will jetzt aber nicht abschweifen.

Ich kenne jetzt nicht genau deinen Einsatz- und Verantwortungsbereich, aber irgendwann btaucht jedes System mal ein Wartungsfenster. Egal, ob jetzt wegen mAirList oder Windows.

Sofern ein Studiorechner, auch nur als Client, durchgängig laufen muss, dann besteht doch im Grunde die Möglichkeit, auf Studio 2 umzuschalten, 1 auf den aktuellen Stand zu bringen und vice versa.

Beim Server könnte das mit dem Wartungsfenster haariger werden, aber irgendwann möchte man ja auch mal ein mAirList-Update aufspielen, oder? Das sollte doch machbar sein.
Bei verkehrsbehindernden Baustellen versucht man im Tiefbau ja auch, mehrere Arbeiten in eine Maßnahme zu packen. Das Prinzip ist übertragbar.

Wie habt ihr das denn bislang gelöst?
Und: gibt es bei Linux nicht auch die ein oder zu installierende Verbesserung?

Ich gehöre zum größten Teil ehrenamtlich aufgestellten Technik Team eines NKL. Die Automation läuft seit Jahren mit einem Rivendell unter Linux. Natürlich gibt es da Wartungsfenster, und neue Kernel erfordern auch mal einen Reboot. So 1 - 2 Mal im Jahr max. Klar, im meinem Beruf betreue ich jede Menge Linux Server und virtuelle Appliances. Da bin ich natürlich froh, das die nur dann nach einem Neustart ersuchen, wenn ich das geplant habe. Ich habe nichts gegen Windows. Wenn ich im Falle eines Einsatzes von Mairlist die Wahl habe, würde ich lieber ein Linux als Basis nehmen. That’s all.

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Dem kann ich nur zustimmen.
Bei uns läuft die Automation seit fast 20 Jahren ohne nennenswerte Probleme. Hat ein Rechenzentrum wirklich mal ein “Problemchen”, springt das Backup aus dem anderen Rechenzentrum drauf.

mAirList selbst hatte in den vielen Jahren - sowohl hier im Studio als auch in den Rechenzentren - mit den unterschiedlichsten Versionen von Windows nur sehr wenige Probleme.

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Naja, kann man nur hoffen das es so bleibt.

Das was da mit Windows 11 gerade abgezogen wird, nervt gelinde gesagt.

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Bei uns läuft das Rahmenprogramm auf einem Windows Desktop OS in einer VM.
Das tut es schon seit Windows 8.1 und seit der Umstellung auf Windows 11 hatte ich einen etwas unpassenden Neustart.

Also man kann auch mit einem Windows Desktop OS 24/7 Betrieb umsetzen aber natürlich nicht out of the Box. Da braucht’s halt wie von @Tondose beschrieben, ein IT Abteilung die ihr Handwerk beherrscht. Das ist unter Linux übrigens nicht anders, da braucht es das knoff hoff erst recht. Denn anders als unter Windows schützt einen unter Linux gar nichts vor irgendwelchen Dummheiten.

rm -rf / funktioniert dort. Der root weiß was er tut oder sollte wissen was er tut.

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Klar, man sollte immer wissen, was man tut. Bei Linux gilt aber die alte Weisheit, wenn man es einmal eingerichtet hat, gibt es keine Überraschung mehr, auch nicht nach Sicherheitsupdates. Bei Windows muss man dem Bestreben des Hersteller nach Updates, das halbe OS zurück zu setzen, aktiv entgegen wirken. Haben neuere Mairlist Versionen nicht extra Funktionen integriert, die Audio Interface Verwürfelung zu erkennen? Das habe ich zumindest mal gehört von Kollegen.

So in etwa, ja.

Seit v7 gibt es eine Art “Gedächtnis” mit Reparaturfunktion, was in den meisten Fällen auch gut funktioniert. Außerdem kann mAirList auf die Standard-Windows-Audioverbindung zurückgreifen, wenn ein USB-Device die Verbindung verliert und ähnliche Sauereien.

Das ist natürlich nicht immer der Fall, aber es trat wohl besonders häufig bei den Nutzern der beliebten D&R-Hybrid-Pulte auf, also die mit dem integrierten Interface. Da trafen zwei unglückliche Konstellationen aufeinander.

Das ist natürlich nicht exklusiv bei D&R so, sondern überall dort, wo ungebrandete Chips dieser Art zum Einsatz kommen. Wo sich hingegen ein Gerät beim Anschluss namentlich identifiziert (“Branding”), habe ich das noch nicht bemerkt.

So gesehen schließt mAirList damit eine Lücke, die andere zu verantworten haben. Es dient der Anwenderzufriedenheit.

[+] WASAPI: New "Windows Default Device" setting; will automatically follow
    when you switch to a different device in Windows sound settings
[+] WASAPI: Automatic recovery when devices are disconnected and reconnected
[+] WASAPI: Newly connected devices can be used without restarting the software

Quelle: https://download.mairlist.com/current/mAirList/v7.4/Changelog.txt

Nebeneffekt: Die Stabilität von mAirList wurde verbessert.
Interessant dabei ist, dass mAirList früher™ über ganze Generationen hinweg ohne diese Probleme funktioniert hat. Es ist also der Preis für den technischen Fortschritt.

Inwiefern solche Erscheinungen auch bei Linux auftreten (um zum Thema zurückzukommen), kann ich nicht beurteilen. Aber wenn man es mit allgemeinen Chips vom Typ “Ich bin ein Audio Codec” zu tun hat, und derer vielleicht sogar gleich mehrere zugleich, gerät vermutlich jedes Betriebssystem ins Stolpern.
Hinzu kommt, dass die Produzenten solcher Devices sicher nicht explizite Treiber bereitstellen.

Das Problem für mAirList ist in dem Fall, für jedes Betriebssystem eine spezifische Lösung zu erfinden und bereitzustellen.

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Problem wäre auch, daß die

mit Linuxoiden nichts anfangen könnnen.

Es ist halt das Problem, daß an solchen Konstellationen dann entweder Mairlist schuld ist, oder das böse Betriebssystem.

Das es an den Hardware - Herstellern liegt, die ein paar Cent sparen, mag niemand wirklich glauben.

Ohne das Betriebssystem freisprechen zu wollen, aber nach meiner Erfahrung macht es schon einen Unterschied, ob z.B. ein USB-Mikrofon einfach nur USB AUDIO DEVICE heißt oder HERSTELLER TYPBEZEICHNUNG.

Das gilt gleichermaßen für externe USB-Audio-Interfaces wie für Kompaktmischpulte.

Natürlich würfelt Windows bei major updates. Das ist unbestritten.
Aber nach einigen Supportfällen kann ich dir sagen, dass die Betroffenen in aller Regel D&R-Kunden waren. Anderen Interface-Nutzern musste ich nicht helfen - oder sie waren es gewohnt und brauchten keinen Support.

Das mit mehreren gleichen Soundinterfaces hatte ich tatsächlich auch schon unter Linux. Ich bin da grad nicht ganz sicher, meine aber über eine Udev Regel konnte man da was festlegen. Da lässt sich schon sehr hardwarenah was machen. Und das ändert sich dann auch nicht mehr. Auch das blacklisten von Devices, die man nicht braucht. Das hat ein Pointrelease von Win10 mal wieder alles eingeschaltet. Irgendein Onboard 5.1 Chip..

Ich hatte es mit der M-Audio Delta 1010 LT auch schonmal und bei uns hat jeder einen Screenshot der mAirlist Audio Config um sich selber zu helfen.

Soweit ich das eingrenzen konnte trat dieses Phänomen bei den Upgrades von Windows auf, bei denen im Hintergrund quasi eine komplette Neuinstallation läuft. Also immer wenn danach ein Winodows.old Ordner entstanenden ist. Damit löst Microsof ja das versprechen ein, man müsse Windows nicht mehr alle paar Jahre frisch installieren. Das rollen sie einfach als Upgrade aus, eine Neuinstallation ist es trotzdem, die passiert nur eben im Hintergrund.

Der Prozess ist vergleichbar mit einem Inplace Upgrade z.B. von Win10 auf Win11. Nur geht man dann halt von Win11 24hirgendwas auf Win11 25h-irgendwas.

Im Studio Umfeld benötigt man dann eben kein normales Win10/11 sondern ein Enterprise LTSC und entsprechende Gruppenrichtlinien bzw. Patchmanagement.

Die Probleme die hier häufig auftreten mit Winodws sind halt dem geschuldet, dass mAirlist im Home Umfeld ohne ausgebildeten Admin läuft und dass da neben mAirlist auch noch ein haufen anderen Anwendungen oder gat Spiele installiert sind.

Ich bin sicherlich alles andere als ein gorßer Fan der Winzigweich Produkte aber wie gesagt, wenn man es zu konfigurieren weiß, geht das durchaus. Die meisten wissen halt nicht wie man es richtig administriert.

Das ist mit Linux und Rivendell ja nichts anderes. Da gehe noch einen Schritt weiter, wenn das jemand bei mir sieht, rate ich meist ab, das selber zu installieren. Das generiert nur unendliche Anrufe. Mairlist hat da den Vorteil, das die meisten eben wissen wie man einen Installer ausführen muss, und komplexe Setups mit verteiltem Storage und dB brauch man ja nicht immer. Windows hat leider den Nachteil, das es inzwischen Fachwissen braucht, es einfach als Plattform 24/7 betreiben zu können. Unabhängig von der Applikation…

Nunja, aber das ist doch bei Linux nichts anderes….

Das denke ich nicht. Wenn ein standard Debian oder Mint installiert wird, muss man keine Sorge haben, das sich was unbeabsichtigt umstellt, neu startet oder sonstwas passiert. Maximal die Energie Optionen auf “immer an” stellen… Sende grad aus einer Kirche.

Das Stimmt so auch nicht, dass sich da nichts verstellt.

Es gab z.B. ein Proxmox Update, da haben sich die Namen der Netzwerkkarten geändert. Ergebnis: Server ist nach dem Reboot offline.

Wurde gefixt und mit PVE 9.x sogar noch mal verbessert aber jemand der sich mit Linux nicht auskennt steht dann da erstmal. Wäre es kein Debian sondern Ubuntu oder Mint gewesen, hätte ich auch erstmal lernen müssen wie ich da jetzt an die Config komme. Da ich das aber komplett zu fuß über die Config Datei in der Console selber konfiguriert habe war das für mich schnell gelöst, weil ich wusste wo hin und was eigentlich das Problem ist. Bei meinem Server im Rechenzentrum hätte das bedeutet er wäre längere Zeit offline gewesen, da ich erst eine KVM Console hätte buchen müssen, weil remote kein Zugriff mehr.

Ich mag Linux sehr aber es ist nichts für Enduser, die von Windows oder Apple kommen.

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