Ob lame.exe oder lame_enc.dll macht keinen großen Unterschied - es ist lediglich eine andere Art, LAME in die eigene Software einzubinden.
Der Vorteil an der lame.exe ist allerdings, dass sie im Task Manager erscheint und man sich die Kommandozeile anschauen kann. Also das, was mAirList intern an Parametern an LAME übergibt. Bei der DLL geht das nicht, deswegen ist es schwierig bis unmöglich herauszufinden, welche Einstellungen VDJ benutzt.
Bei mAirList ist es ja recht transparent: Man kann die Bitrate auswählen, und auch explizit den Stereo-Modus. Daraus bastelt mAirList dann die folgende Kommandozeile:
lame -m -r -s -b
-r steht für “Es sind Eingabedaten ohne WAV-Header”. Der Rest ist trivial. Angehängt werden noch die zusätzlichen Parameter, die man in der Konfiguration angeben kann. Wenn du dir die LAME-Doku anschaust, wirst du feststellen, dass es noch sehr viel mehr Parameter gibt, auch viele, die die Qualität des Streams beeinflussen.
Wenn man bei VDJ nur die Bitrate auswählen kann, bedeutet das im Umkehrschluss, dass VDJ irgendwelche “automatischen” Standardeinstellungen verwendet, mindestens für den Stereomodus (full stereo oder joint stereo). Welche das sind? Keine Ahnung. Jedenfalls können sie dazu führen, dass sich die Datei am Ende ganz anders anhört als mit mAirList.
Deswegen mein Tipp: Zeichne mal ein Stück als WAV-Aircheck auf, und jage den dann auf der Kommandozeile wie oben angegeben durch LAME. Den -r Parameter dabei weglassen, und auch "-s " brauchst du dann nicht.
Zum Beispiel für 128kbit joint stereo: lame.exe -m j -b 128 aircheck.wav aircheck.mp3
Dann kannst du das mit dem vergleichen, was mAirList daraus macht, weitere Qualitätsparameter angeben und prüfen, ob das MP3 besser wird. Und so weiter.