Also auch wenn es jetzt ein wenig gedauert hat möchte ich mich trotzdem noch zu den ganzen Sachen äussern.
TomJumbo83:
Hast du dann im Master noch Stereotool drin sollten die Unterschiede kaum hörbar sein
Jetzt klingelt bei mir aber der Alarm: Wenn Du tatsächlich ein lautheitsnormalisiertes Programm fährst, muß die Messung natürlich hinter dem Soundprocessing stattfinden, sonst führst Du das ganze System ad absurdum!
Ich gebe zu das ich hier wieder mal mit “gefährlichem Halbwissen” geglänzt habe. Du hast natürlich recht das man bei dem Verfahren mit R128 keinerlei nachbearbeitung mehr anstellen sollte. Ich hab mich nochmals mit dem Beitrag R128 Wie es Funktioniert befasst. In der Tat wäre dies hier wirklich contra Produktiv.
Sollte man die [Voicetracks] dann nachträglich auch noch normalisieren?
Da würde sich in mir aber die Frage stellen in welchen Szenarien es wirklich sinnvoll ist?
Ich nutz gerne VT auch innerhalb der Live Sendung, wäre dabei dann die Ausspielung meiner Stimme nicht eine andere als wenn ich Live spreche? ( vlt nicht unbedingt schlechter aber ein hörbarer Unterschied würde denke ich schon stattfinden )
Mache ich eine Vorproduzierte Sendung komplett mit VT dann leuchtet es mir natürlich auch ein es anzuwenden.
Mehr an der Einstellung Schrauben das der Pegel die selben Werte erreicht wie etwa im Live Betrieb.
Genau andersrum: Das Mischpult ist so einzustellen, dass du live genau so rauskommst wie in der automatisierten Sendestrecke. Der Hörer sollte keinen Unterschied wahrnehmen, wenn du von der Automation auf Mischpult-Assist schaltest.
genau das meinte ich auch damit
Da es sich erst später heraus gestellt hat welches Mischpult oder Sendetechnik er verwendet bin ich vom kleinsten Fall ausgegangen incl der Möglichkeit die VT auch im Live Betrieb aufzunehmen ohne das es der Hörer mitbekommt, Dazu nutz ich z.B. einen zweiten Mikrofon Weg ( Aux send ) meines Mischpultes der auf eine separate Soundkarte in mAirlist reingeht ( Line In ). Dieser ist natürlich in etwa so eingepegelt das dieser sich möglichst nicht vom Hauptline in ( dessen Summe vom Mischpult kommt ) unterscheidet.
Woher soll ich wissen, was Du als „Master“ bezeichnest?
Trotzdem: Führst Du hinterher noch irgendwelche (= „jedwede“) Bearbeitung an der Dynamik durch, kannst Du Dir den ganzen Zauber sparen. Zeitverschwendung.
leuchtet mir leider erst jetzt ein. Sorry dafür. Wie ich schon oben geschrieben hatte hab ich da mal wieder mit gefährlichem Halbwissen geglänzt.
Wie bindet man denn Stereo Tool “vor” dem Encoder ein - oder gar “in den Playern”?
Sorry, wenn ich gerade etwas auf dem Schlauch stehe.
Ich bin bisher davon ausgegangen in diesen Abschnitten die einzlenen Player auch jeweils mit VST oder DSP sachen bestücken zu können. Korrigiere mich bitte falls ich falsch liege
Das hätte ich nicht gedacht, dass meine Frage so eine interessante Diskussion auslöst.
Das ist hier völlig normal. Leider mache ich immer wieder den selben Fehler und Antworte auf eine Frage ohne entweder genügend darüber zu wissen, oder wie hier erst später festgestellt, ich von der falschen Ausgangssituation ausgehe. Sorry dafür.
Fassen wir nun zusammen:
So wie ich auch die Antworten der anderen verstanden habe macht es durchaus Sinn die Normalisierung durch R128 bei VT anzuwenden. Jedoch hast du ja auch festgestellt das dein Hörerlebnis nicht sehr befriedigend war. Also musstest du nachschrauben.
Da du aber das ja jetzt auf eine reine “Vorproduktion” angewendet hast und deine Mikrofon Einstellungen die selben sind, bedeutet es das der reine Live Betrieb ja zufriedenstellend ist.
Im generellen Live Betrieb kann die Stimme ja ohnehin nicht dem Durchschnitts LUFS angepasst werden sondern das geschieht ja im Kopf des Moderators während er spricht.
(blöder Satz ich weiß aber anders fällt mir jetzt keine Umschreibung ein )
Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster und sage das eine Anpassung im Live Betrieb mit VT auch keinen Sinn machen würde denn sonst wäre eventuell ein Unterschied hörbar. Ausser du kennst deine Einstellungen mit wie viel ± du dann nachregeln musst.
beste Grüße, der Halbwissende