Hallo,
Mir ist aufgefallen, dass bei uns die Metadaten (Titel/Interpret) in etwa 2 bis 4 Sekunden früher übertragen werden als der Titel zu hören ist, also gestartet wird.
Gibt es eine Möglich keit diesen Unterschied auszugleichen, bzw. das Ganze synchron zu bekommen?
Wir senden über laut.fm und die Werbung wird über die Metadaten gesteuert. Da ist das ärgerliche, dass die Werbung früher reinkommt als der Knopf auf der Cartwall gedrückt wurde und dabei die Moderation abschneidet und nach der Werbung fortsetzt.
Es wird mAirlist 6.08 Build 3658, benutzt mit Win 7 Pro, Medion AMD mit 4x3,5, 1 TB Platte
das Thema ist ein alter Webcaster-Klassiker.
Metadaten waren schon immer schneller als der Stream. Ist wohl bei laut-eff-emm nicht anders; interessant zu erfahren.
Eine automatische Korrektur wird es vermutlich nicht geben. Von einem entsprechenden Rückkanal (Server meldet Delay an Streaming-Programm zurück) ist mir jedenfalls nichts bekannt.
Aber Du kannst in den Encoder-Einstellungen im Reiter “Metadaten” eine Verzögerung einstellen. Musst halt ausprobieren, ob das Delay immer konstant bleibt oder ggf. variiert.
Danke für die Info.
Ich muss mal schauen, ob man mit einer konstanten Verzögerung das irgendwie zumindest verbessern kann. Wenn eine Verzögerung da ist, hört sich das von der Länge her fast immer gleich an. Es tritt aber nicht immer auf.
Wenn ich die Historie hinter dieser Funktion gerade richtig auf dem Schirm habe, war das ursprünglich auch nicht zur Synchronisierung gedacht.
Es gab früher™ tatsächlich Sender, die nicht ausschließlich total geil auf jeden - auch nicht realen - Hörer waren (diese Dinos sind selten geworden und vom Aussterben bedroht :’().
Sie wollten vielmehr die so genannten “Streamripper” loswerden.
In der Tat hat die vorzeitige Übermittlung der Metadaten es bestimmten Programmen äußerst leicht gemacht, auf der Lauer zu liegen und dann bestimmte Songs automatisiert und gezielt aus einem Stream zu schneiden. Das hatte mit echten Hörern natürlich nichts zu tun und war nervig, wenn man wissen wollte, was wirklich auf dem Stream los war.
Einige User hatten dazu Hilfsprogramme am Start oder gar selber geschrieben, die diese Verzögerung drauf hatten. Folge: Kam der Tag später als das Lied begann, war der Mitschnitt durch den Streamripper hier wertlos und er wurde - hoffentlich - auf diesen Stream nicht mehr angesetzt.
Es gab dann noch Ausführungen, in denen im festgesetzten Sekundentakt der aktuelle Titel mit anderen festen Texten oder Variablen durchrotierte:
Interpret & Titel - Stationsname - Sendungsname - Claim - Wunschbox - oder oder … Hauptsache, man wurde den GVL-Auflagen gerecht und war die automatisierten Streamripper los.
Ich denke mal, aus dieser Erfahrung der Szene heraus fand dann auch die Metadaten-Verzögerung Eingang in den mAirList-Encoder. Das weiß Torben allerdings am besten.
Also bitte nicht wundern, wenn es mit Deinem Anbieter nicht immer so klappen sollte. Ich glaube nicht, dass dieser Anbieter das das eigentliche Ziel dieser Funktion war.
Du könntest das Problem allerdings mal in der laut-Selbsthilfegruppe thematisieren.
Ach ja, eins noch: Könnte natürlich sein, dass Du ein Luxusproblem hast, wenn Du die Werbung direkt nach der Moderation abfeuerst. Die meisten Deiner laut-Kollegen werden vermutlich das Schema “Musik - Werbung - Musik” fahren und entsprechende “Störungen”, nun ja, vermutlich gar nicht bemerken.
Wäre das möglich?
Das Problem wurde zuerst im laut Forum angesprochen. Es gab verschiedene Tipps und mehrere User, die das gleiche Problem haben. Bei anderen taucht dieses Phänomen der verfrühten Werbung nicht auf, darunter auch mAirlist-Nutzer. Ein Tipp war auch sich mal ans mAirlist-Forum zu wenden, da es auch an der Software, oder Software-Einstellung liegen kann.
Eine Variante ist natürlich die Werbung zwischen zwei Musiktitel zu packen, aber auch da klingt ein abgehacktes Ende von zwei bis drei Sekunden u.U. nicht so schön (kommt darauf an wie der erstere Titel endet) . Zum anderen gibt es bei uns auch Sendungen, die entweder Infos zu den Liedern haben oder Sendungen mit höherem Wortanteil, bei der die Musik eher Blöcke trennt als im Vordergrund steht. Da ist das Schema nunmal Moderation/Thema-Musik-Moderation/Thema
Dennoch scheint zwei Titel hintereinander zu spielen, und die Werbung darin zu verpacken, zunächst das kleinere Übel, falls man keine bessere Lösung findet.
Auch wenn ich kein Laut Fan bin, wundert es mich schon enorm das diese Plattform es einem nicht ermöglicht per permalink die Werbung selbst zu fahren.
Entsprechende rückinfo könnte ja über die Meta Tags kommen.
Aber wie Uli schon gesagt hat bin ich eher ein Freund von nicht syncroner Ausspielung der Musik und Tags. Wir sind sogar am überlegen die Titelubertragung komplett einzustellen und nur noch übers Logging für die HP eine Anzeige zu machen.
Ich bin mach wie vor der Meinung das Hörer die nur wegen einem Lied einschalten keine Hörer sind. Sondern im schlechtesten Falle Ripper.
Guter Einwand
Aaaber und jetzt kommen wir zum kleingedruckten.
Wir haben einen Webayer der durchs logging die Titel trotzdem anzeigt. Müsste man rechtlich abklären ob das ausreicht. Dabei denke ich an große Radio Stationen die das auch so handhaben. Jedoch bieten sie dann keine pls Dateien zum direkt streamen per VLC oder so an, der dann keine Titel anzeigen würde. Hmm interessant dennoch.
Wir haben Moderatoren bei denen es technisch sehr teuer oder sehr aufwändig wäre die Titel zu übertragen da diese rein mit CDs und Vinyl arbeiten
8. Übermittlung von Informationen zur Rechtewahrnehmung
(a) Der Webcaster soll während, aber nicht vor der Übertragung die folgenden Informationen über die Musikaufnahmen in einer Weise übermitteln, dass diese dem Empfänger auf einer hierfür bestimmten Vorrichtung angezeigt werden: Titel der Musikaufnahme, ggf. Titel des Albums, auf dem der Track enthalten ist, und Name des ausübenden Künstlers.
(b) Die Übertragung der Musikaufnahmen soll, sofern technisch realisierbar, begleitet werden von der Übermittlung der in den jeweiligen Musikaufnahmen von den Rechteinhabern eingefügten Informationen bezüglich Titel und ausübender Künstler. Diese Verpflichtung gilt unter den in Nr. 6 genannten Voraussetzungen.
Gerade der Satz: “dass diese dem Empfänger auf einer hierfür bestimmten Vorrichtung angezeigt werden” definiert also nicht auf welcher genau.
Wenn ich die Titelanzeige auf der Homepage Ordnungsgemäß anzeige sollte die Voraussetzung erfüllt sein. Und ich hab mir die Vorgaben jetzt des öfteren durchgelesen damit ich es auch wirklcih verstehe. Teil sehr kompliziert geschrieben.
Ziehen wir dieses Gedankenexperiment mal konsequent durch.
[ul][li]Ich übertrage einen Videostream aus meinem Studio (ohne Musik, der Lizenzbestimmungen wegen), z.B. über Periscope oder einen anderen Anbieter.[/li]
[li]In diesen scope binde ich als Untertitel stets den gerade gespielten Titel & Interpret ein, im Wechsel mit der Homepage-URL, der Mailadresse für Wünsche und der Studiorufnummer.[/li]
[li]Deiner Definition zufolge ist die Auflage wortwörtlich erfüllt, da - so Deine Auslegung - ja nirgendwo geschrieben steht, welche und wie viele “Vorrichtungen” für die Anzeige bestimmt sein müssen.[/li]
[li]Alle anderen Verbreitungskanäle muss ich nunmehr nicht bedienen; wer mehr wissen möchte, soll halt meinen Periscope-Stream anschauen. :P[/li][/ul]
Coole Nummer. 8)
Oder doch nicht? ???
Man kann das beliebig ausdehnen: Du hast ein “gläsernes Studio” irgendwo in der Stadt und lässt dort den gerade laufenden Titel über eine LED-Laufschrift im Schaufenster anzeigen.
Auflage erfüllt?
Du ahnst es schon, in welche Richtung ich übertreibe.
Nein, ich bin kein Jurist, aber manchmal liebe ich ihre Denkweise(n).
Wir sind jetzt aber wirklich ganz knackig [OT] und sollten diese Diskussion besser an anderer Stelle fortsetzen.