Gerade bei Laptops sollte man es tunlichst vermeiden, die Dinger auf Windows Höchstleistung zu betreiben. Wenn das Power Management sauber implementiert ist, gibt es da auch keine Probleme, wenn Windows Ausbalanciert läuft.
Man kann herzlich gerne alle Standby Funktionen ausschalten und Windows Verbieten, USB-Geräte abzuschalten um Strom zu sparen aber ich würde niemals einen Rechner auf Höchstleistung betreiben. Ich persönlich würde das auch bei einem PC nicht machen.
Lieber vor dem Kauf des Gerätes in Recording oder DJ Foren schlau machen, ob die Stress haben mit den externen Soundkarten. Bei hochwertigen Geräten kann man immer noch erwarten, dass das Powermanagement sauber implementiert ist.
Höchstleistung sorgt nämlich auch dafür, dass der Prozessor immer mit höchster Taktrate läuft, d.H. mit maximaler Stromaufnahme und mit maximale Hitzentwicklung. Das sorgt unweigerlich dafür, dass der Lüfter deutlich schneller und lauter läuft als im “Balanced Mode”. Bei richtig guten Implementierungen läuft der Lüfter im Balanced Mode, quasi gar nicht oder ist zumindest nicht hörbar. Sowas bekommt man natürlich nicht bei einem 399,-€ Laptop. Das Preisschild alleine ist aber auch kein Qualitätsmekrmal.
Ich arbeite hauptberuflich mit Lüfterlosen Rechnern, was Implementierungen von Powermanagement angeht habe ich also schon so einiges in den Fingern gehabt.
[quote=“Uli Nobbe, post:17, topic:11873”][quote=“TomJumbo83, post:16, topic:11873”]Zudem sollte man das Kabel nie und ich meine wirklich NIE an einen HUB anschließen. Sondern immer direkt hinten an die PC Platine.
( auch Front Buchsen laufen meist über einen internen Hub )[/quote]
Ah ja, richtig, danke für diese Ergänzung.
Es sollte der richtig-wichtige, oberste Grundsatz gelten: Alles, was direkt mit Audio zu tun hat, gehört unmittelbar mit den entsprechenden Komponenten verbunden. Sauber, ordentlich und direkt.
“Alles andere ist Schnulli-Bulli.” 8)[/quote]
Das Stimmt auch nicht zwingend wobei hier auch wieder gilt, Augen auf beim Hub-Kauf. Die billigen China Kracher sorgen auch hier sicherlich für mehr Probleme als Freude.
Wo ich dem Zustimmen kann, wenn der Host Port am Rechner ein echter USB 2.0 Root-Port ist, bei USB 3.0 Ports kann es mit Soundkarten schon wieder Probleme geben, siehe D&R Produkte, die nämlich nur USB1.1 sind. Gemäß USB Spec muss ein USB 3.0 Host-port aber nicht zwingend kompatibel zu USB 1.1 Geräten sein. Gerade bei Intel Chipsätzen, sind sie das meistens (Vernünftige Implementieren vorausgesetzt, siehe oben) aber es kann eben auch zu Probleme führen. Hier kann ein guter USB 2.0 Hub zwischen USB 3.0 Host und USB 1.1 Endgerät, zur besseren Funktion verhelfen.
Wenn es ohne Hub geht, ist das natürlich die erste Wahl.
Also was mich angeht, sind Laptops ein Reizwort Zwar tippe ich diesen Beitrag auch gerade auf einem (zudem auf einem alten), aber sie sind m.E. nicht für Dauerbetrieb ausgelegt und auch im Audiobereich sehe ich sie nicht. Selbst im DJ-Bereich bin ich da eher zurückhaltend (auch wenn mir @shorty.xs da jetzt vermutlich dazwischengrätschen wird).
Eine Radiosendung sollte, wie ich finde, nicht von einem Laptop aus gefahren werden.[/quote]
Siehe meine Ausführungen oben. Es kommt wirklich auf die Qualität des Produktes an. Ich nutze im Studio aber Laptops auch nicht um die Sendung darüber zu fahren.
Im mobilen Einsatz kann man das allerdings schon mal machen, muss ich als DJ ja auch aber da bin ich seit Jahre auf Mac, aus Gründen…
[quote=“Uli Nobbe, post:17, topic:11873”]Hinsichtlich der USB-Ports: Gerade (!) bei Laptops besteht die Gefahr, dass die USB-Ports sich ihre Spannung teilen. War mal so, sollte aber nicht mehr so sein. Trotzdem: Obacht!
Klar, das Pult liefert sicher eine verlässliche Spannung, aber der Rechner?[/quote]
Hier würde es sich lohnen, auf die Implementierung zu schauen. Wird die Soundkarte in einem Mischpult wirklich über den USB Port mit Strom versorgt? Bei einer guten Implementierung sollte das nicht der Fall sein. Trotzdem passieren da auch Herstellern, hochwertiger Hardware die dümmsten Fehler. Fiktives Beispiel abgeändert aus der Messtechnik, was ich selber schon gesehen habe: Soundkarte im Mischpult wird vom Mischpult mit Strom versorgt, teilt dem Rechner aber mit: Ich bin ein High power Device, schick mit mal alles was Du hast.
Rechner mit sauberem USB Powermanagement macht das auch und schaltet andere Gerät dafür ab.
Übrigens, dass sich USB Ports die gesamtverfügbare Leistung teilen, gibt es nicht nur bei Notebooks. Das haben besonders schlaue PC Board Hersteller auch schon hin bekommen.
Das ist nicht DAS Killer Argument gegen Notebooks und für PCs, leider…
Gemäß USB 2.0 Spezifikation, muss ein USB Port 5V 500mA abgeben. Es gibt einige Boards und sogar Notebooks mit Fast-Charge USB ports, die können bis zu 1A liefern. Bei Notebooks natürlich nur, wenn das Netzteil dran ist dafür dann aber auch bei ausgeschaltetem Rechner. Auch das kann wieder Probleme machen.
Bei den Produkten mit denen ich meine Brötchen verdiene, weiß ich sehr genau wie das implementiert ist. Da habe ich mit Sicherheit die 500mA auf einem USB 2.0 Port. Das Powermanagement ist bei denen auf USB Seite quasi nicht vorhanden, heißt die 500mA stehen zur Verfügung, egal was das Gerät anfordert. Weshalb die Messkarte aus dem Beispiel oben, bei uns dann einfach lief und alle anderen Geräte auch. Manchmal ist weniger auch mehr aber das zeigt wie komplex diese Implementierungen sind und wie viele Fehler da passieren können.
Beiospiel aus meinem Studio:
Ich habe das bei meinem billigen USB-PS2 Adapter gesehen, den ich hinter einem Powered Hub angeschlossen hatte. Der PS2 Adapter bekommt auch Strom, wenn der Rechner aus ist, weil Netzteil am Hub. Das führt dann dazu, dass beim hochfahren, keine Initialisierung des PS2 Adpaters stattgefunden hat, weil der sich nur Initialisieren lässt, wenn er vorher Stromlos war. Sowas nennt man dann unsaubere Implementierung.
USB ist generell eher Plug-and-Pray als Plug-and-Play.