So, ich schmeiß jetzt einfach eine mögliche Konfiguration in die Runde und fasse die Gedanken zusammen, die in diesem Stadium bereits relevant sind.
Generelles:
Das mAirMix besteht im Wesentlichen aus 2 Einheiten: Zum Ersten aus einem 19" Gestell, das die eigentlichen Aufgaben eines Broadcast-Pultes übernimmt und modular via Einschübe auf die Zielapplikation konfiguriert wird. Dabei laufen sämtliche Audiowege über analoge Schaltungsgruppen. Deren Kontrolle übernimmt eine digitale Steuerung.
Zum Zweiten gibt es eine Tischkonsole, die Steuersignale per Abfrage der Bedienelemente (Tasten, Fader) generiert.
Dabei werden aber relevante analoge Signale (PPM, Cue…) zur Konsole geführt. [Oder hat jemand Lust, sich mit Cobranet auseinander zu setzen ?
]
mAirList wird über die Konsole und die Ablaufsteuerung von mAirMix bedient, bzw. kann diverse Aktionen via passender Scripts eigenständig ausführen.
Pultkonfiguration:
2x Mic
2x mAirList Playout
1x Cartwall
2x externe Zuspieler
2x Telco
Audiobusse:
1x Mono Talkback
1x Stereo PGM
1x Stereo SUB (PROD)
1x Stereo CUE (+Ausgang für die Studiomonitore inkl. Stummschaltung bei Moderation)
1-2x Mono Cleanfeed
Einschubkartentypen (ohne die Idee mit der Kombikarte aus den Augen verlieren zu wollen):
+) Mic/Line-In mit symmetrischen Eingängen, zwischen 2 Quellen (A/B) umschaltbar
+) Telco
+) Master mit PGM out, SUB out, Cue out, Signale für die PPM an der Console - out, Studio-Mon out, evt. Ausgänge für Aircheck
+) Relaiskarte (Solid-State oder elektromechanisch) für diverse Statusanzeigen (“Studio on Air”, “Mic”, “incoming call” …)
Alle Line-ins/-outs zwischen +6dBu und -10dBV umschaltbar
Inserts nach Bedarf
Wenn ich nichts vergessen habe, entspricht dieser Vorschlag zumindest der Konfiguration eines Lokalrundfunksenders. Hier scheint auch schon ein Punkt durch, dessen wir uns bewußt werden sollten: SOLLTE es Bastler unter uns geben, die dieses Gedankenexperiment je in Elektronik gießen wollen, dann sollten wir die gewünschten Features in einem vernünftigen Rahmen halten. Niemals werden ein paar Bastler mit den Lösungen der grossen Studioausstatter mithalten können. Ich finde auch nicht, daß dieses Projekt den Anspruch darauf haben sollte. Es geht um all jene, die beruflich oder privat mAirList einsetzen.
Und ehe ich mir Gedanken darüber mache, wie man am besten Studios über dieses Pult vernetzen könnte, verschwende ich besser ein paar weitere Gedankenexperimente an die Verbesserung der Verlässlichkeit oder eine passende Havariesteuerung.
Nicht vergessen sollten wir ausserdem die finanzielle Belastung - ein weiterer Grund, der mich bisher von der Umsetzung eines derartigen Projektes abgeschreckt hat. Allein die Entscheidung, das Pult “zweizuteilen”, läßt die Kosten erheblich in die Höhe schnellen. In dem Fall macht es finanziell keinen Unterschied, ob man den guten alten NE5534 oder den TL072 in der Schaltung einsetzt. Allein die (elektro-)mechanischen Komponenten, wie Blenden (!), Stecker, Fader, Tasten (!!) fressen einen grossen Teil des Etats, die VCA-Chips tun ihr Übriges!
Ich möchte nun niemanden entmutigen und ich würde mich sehr freuen, wenn wir das Kind irgendwann gemeinsam aus der Taufe heben. Dennoch will ich darauf hinweisen, daß dieses Projekt extrem umfangreich werden wird/würde. Nicht umsonst äußerte ich die Idee, zumindest für den Audioteil ein bewährtes Design heranzuziehen. Ich weiß aus beruflichen Gründen genauso, wie wohl die routinierten Bastler unter uns, daß uns der Teufel im elektronischen Detail auch sonst bald genug heimsuchen wird 
Ich freue mich auf Rückmeldungen!
LG
Chris