Interne vs Externe Soundkarte

Hi there! Mein erster Post. Jetzt bin ich auch mAirLister :slight_smile:

Ich habe bisher beim Hobby-Homerecording in erster Linie mit externen Audiointerfaces gearbeitet (M-Audio, Motu, Focusrite). Da liegt ja der Fokus auf mehreren Inputs, Mic Preamps, etc.
Hab jetzt in einem Post von Torben gesehen, dass er u.a. eine Marian Trace D4 verwendet. Laut Beschreibung auf der Homepage soll das Teil unglaublich geringe Latenzen ermöglichen bei freiem Routing aller Kanäle. Preislich zwar nicht ganz billig (450 EUR), aber auf jeden Fall deutlich unter dem Preis von externen Interfaces der gehobenen Klasse wie dem RME Fireface (800 EUR+), etc.

Kann mir jemand erklären, ob die internen Karten Vorteile bieten gegenüber einem USB/Firewire Interface?
Ich nehme an, der Datendurchsatz eines PCI Ports ist um einiges höher, aber kann man das bei der Heimnutzung überhaupt ausnutzen? Oder wird der Unterschied erst bemerkbar bei hohen Sampleraten?
Welche Wahl würdet ihr treffen für Radiobetrieb? (Frage ist hypothetisch, da ich wohl in jedem Fall mein Motu UltraLite verwenden würde)

Vielen Dank, TT

Hello! Ich beantworte meine Frage nach etwas Research und ein paar Diskussionen jetzt selbst: hat ein externes FW/USB Interface Nachteile in Bezug auf Latenz/Audioqualität gegenüber einer PCI Karte?

Nein, generelle Nachteile aufgrund der Verbindungsart gibt es nicht.
USB bzw. erst recht Firewire ist, wenn es um Datendurchsatz und die daraus resultierende Latenz zu PCI nicht im Nachteil.
So groß sind die Datenmengen bei jeglichem Audioformat nun auch nicht, dass sie die Kapazitäten einer dieser Schnittstellen an ihre Grenzen bringen würden.
Die Möglichkeit einer sauberen, externen Stromversorgung sollte man in die Kaufentscheidung mit einbeziehen. Externe Interfaces, egal ob USB oder FW haben den Vorteil, nicht unmittelbar den elektromagnetischen Unverträglichkeiten des Rechners ausgesetzt zu sein. Das kann helfen, den Störabstand zu sensiblen Signalen zu verbessern.
Weiters gibt es Diskussionen zum Thema “Galvanische Trennung” bei externen Interfaces, welche aber wohl in den High-End Audiobereich gehören und über das obige Thema hinausgehen.

Ich denke, für Playout ist die Latenz nicht so entscheidend. Ob es 10ms oder 20ms sind, nimmst du als Benutzer gar nicht wahr.

Die ganze Diskussion um niedrige Latenzen im einstelligen ms-Bereich, die auch in den Produktbeschreibungen immer auftauchen, bezieht sich eher auf den Anwendungsfall des Recordings, wo gleichzeitig Spuren wiedergegeben und neue aufgenommen werden. Da möchte man dann wirklich eine äußerst niedrige Latenz, damit das Monitoring funktioniert.

Sofern du also ein Modell findest, das bezüglich der Anschlüsse (Anzahl und Art der Ausgänge etc.) deinen Anforderungen entspricht, ist eine externe Lösung sicher keine schlechte Wahl, zumal sie im Zweifel auch mal schnell an einem anderen PC angeschlossen ist, ohne lange etwas umbauen zu müssen.