Mit “Puffern” meinst du sicherlich “Stottern”, ja?
Schau mal unter Audio-Einstellungen -> DirectSound, dann oben die entsprechende Karte auswählen.
Dort siehst du zwei verschiedene Puffergrößen: Hardware und Mixer. Ich will mal versuchen, den Unterschied zu erklären.
Wenn die Soundkarte mit DirectSound und im Modus “Hardware-Mixing” betrieben wird und man nur einzelne Files, keine Container, abspielt, öffnet mAirList/BASS pro ausgespielter Datei eine neue Verbindung zu DirectSound. Werden mehrere Dateien gleichzeitig ausgespielt, kümmert sich dann DirectSound um das Zusammenmischen der Signale. (Bis Windows XP hat das teilweise sogar die Soundkarten-Hardware übernommen, daher die Bezeichnung “Hardware-Mixing”. Ab Vista ist DirectSound nur noch ein Aufsatz für WASAPI, hier wird also immer von der CPU zusammengemischt, aber das Prinzip bleibt gleich: Eine Verbindung pro File.)
Die Daten werden in einem Puffer an DirectSound übergeben. Dieser kann beliebig groß gewählt werden, sollte sogar ziemlich groß sein, damit DirectSound immer genug Material verfügbar hat. Standard sind 500ms.
Bei Containern sieht es etwas anders aus: Hier werden die Files schon von mAirList ineinander gemischt, und der fertige Mix dann als einzelner Stream an DirectSound übergeben. Also trotz mehrere Files nur eine einzelne Verbindung zu DirectSound. Wenn man hier eine hohe Puffergröße einstellt, wirkt sich das direkt als Latenz in der Wiedergabe aus. Deswegen zwei getrennte Einstellungen für Hardware- und Mixer-Puffer, und deswegen auch ein niedrigerer Wert für den Mixer (ich glaube 100ms sind Standard).
Wenn also Container in der DirectSound-Wiedergabe ruckeln, sollte man den Mixer-Puffer für die entsprechende Soundkarte hochsetzen. Praktikable Werte variieren sehr stark je nach Soundkarte.
Der Vollständigkeit halber:
Bei WASAPI und ASIO wird immer nur eine einzige Verbindung zur Soundkarte unterhalten, auch wenn man mehrere Titel abspielt, mAirList mischt die Titel also selbst. Deswegen gibt es dort auch nur eine einzelne Puffer-Einstellung. Ebenso bei DirectSound im Modus “Software-Mixing”, hier kommt nur der Mixer-Puffer zum Tragen.
Und noch zu WASAPI:
Wie oben schon geschrieben, ist es seit Vista so, dass alle Audioausgabe immer über WASAPI abgewickelt wird. DirectSound als Schnittstelle gibt es weiterhin, um alte Anwendungen lauffähig zu halten - intern setzt Windows es aber auf WASAPI um. Daher ist es sinnvoll, in mAirList direkt WASAPI zu verwenden, um diese Umsetzung (von der niemand weiß, wie effizient sie ist) zu vermeiden.