Diverse Fragen zur Inbetriebnahme von mAirList

Liebe Community

Ich bin momentan daran, ein Radiostudio in Betrieb zu nehmen. Die Komponenten dazu wurden von einem Radiosender ausgemustert. Als Abspiel und Streaming-Software benutze ich mAirList Home Studio.
Bevor ich Live gehen kann, habe ich noch einige Frage zur Software.

Grundsätzlich zur Hardware:
USB Soundkarte: Terratec DMX 6 Fire USB
Mischpult: Dateq BCS50
X-Keys 16 (programmierbare Tasten zur Steuerung der Cartwall)

Channel A befindet sich am Ausgang 1/2 der Soundkarte, Channel B am Ausgang 3/4.
Die Cartwall an Ausgang 5/6.
Der Master-Output des Mischpults befindet sich an Line in 1/2

Soweit ich es gemäss Dokumentation verstanden habe, kann mAirList die Wiedergabe der Songs direkt streamen. Dies möchte ich allerdings nicht, da ich vorhabe, die Songs per Faderstart am Mischpult zu starten, und gegebenenfalls bereits während der Moderation leise zu starten, und erst später die Fader komplett hochzufahren. Sprich die komplette “Steuerung” soll über das Mischpult erfolgen, mAirList soll also nur streamen, was vom Mischpult zum Audio-Input gesendet wird. Die Musik soll also aus der Sicht von mAirList nur über die Audio-Ausgänge der Soundkarte wiedergegeben werden.

Wenn ich das so umsetze, werden die ID3-Tags trotzdem zum Server gesendet?

Und wenn wir gerade bei MP3-Tags sind: Werden ID3-Tags von der Cartwall ebenfalls an den Server gesendet? Ich werde dort hauptsächlich Jingles platzieren. Als Anbieter für meinen Sender nutze ich jedoch Laut.fm. Dort muss ich regelmässig den Werbeblock starten. Dies kann durch das abspielen einer MP3-Datei erfolgen, die ein bestimmter Code in den ID3-Tags enthält (Die Datei ist an sich stumm, und kann bei Laut.fm heruntergeladen werden). Um die Jingles zu starten benutze ich die X-Keys 16 bar, da kann ich jedes Cart einer Taste zuweisen. Wenn also ID3-Tags von der Cartwall ebenfalls gesendet werden, könnte ich natürlich diese “Werbedatei” bequem einer Taste der X-Keys bar zuweisen.

Ich hoffe, ich konnte das alles etwas verständlich beschreiben ^^

Liebe Grüsse
Mänu

Hallo Manu,

na dann mal willkommen im Forum.

Ja. Der Ausspieler routet das Audiosignal zur Soundkarte, woraufhin es vom Mixer als Summe wieder zurück in den Encoder gelangt. Dort trifft es wieder auf die Metadaten der jeweiligen Elemente.

Nur, wenn du es möchtest. Du kannst im Encoder einstellen, welche Element-Typen ihre Tags an den Server übermitteln und welche nicht. Natürlich setzt das voraus, dass du die Elemente in den Cartplayern nicht als Musik kennzeichnest (die ist ja schon in der Playlist und soll ja mit übertragen werden).

Du wirst hier in der Community einige “DJs” von laut.fm finden. Das Prinzip des Werbetriggers ist daher (mittlerweile) bestens bekannt; allerdings bietet es sich an, ihn in der Playlist zu platzieren.
Begründung: Du kannst ihn gemäß der Vorgaben deines Senders zum richtigen Zeitpunkt absenden.

Zum Schluss noch ein wenig Zahnarzt:

Tut mir leid, aber das ist falsch.
laut.fm ist kein Anbieter, sondern ein Webradiosender. Ja, einer, und nicht viele.
Du bist innerhalb dieses einen Senders lediglich einer der vielen vielen “DJs” (die nennen euch ja selber so). Du betreibst einen Kanal von wasweißich wie vielen in - Wiederholung! - einem Webradio.
Nimm’s mir nicht übel, aber ein eigener Sender geht dann schon noch ein wenig anders. Aber fang’ ruhig mal an und lass’ dich überraschen.

Viel Erfolg mit mAirList und deiner Hardware.

So um die 7.500 Staionen, oder wie man das da nennen mag.

Peter

Zulieferer.    

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Auf der Homepage steht “Hier auf laut.fm findest du über 5.000 Sender”.
Also nennen die ihre Kanäle doch “Sender”. Nach meiner - höchstpersönlichen! - Auffassung ist das nicht korrekt. Aber RauteMusik macht es ja auch so (die nennen ihre Kanäle auch “Sender”), und die Leute wollen es glauben.

Wie auch immer, die Zahl ist von außerhalb nicht objektiv nachprüfbar. Keiner weiß, wie viele Karteileichen sich dahinter verbergen. Und wenn man bedenkt, dass hinter fast jedem Kanal (ein besser passender Begriff, meiner Meinung nach) meist nur ein einzelner “DJ” steckt, der vielleicht ein- bis zweimal pro Woche für je zwei Stunden live sendet und der Rest Rotation ist, finde ich das ganz schön… dünn.
Würden sich je zehn “DJs” zu einem richtigen Webradio zusammenschließen und jeder davon zwei Sendungen à zwei Stunden pro Woche live abliefern, hätte das Radio - im Schnitt! - täglich (!) ein Live-Programm von mindestens fünf Stunden. Wow!

Stattdessen nagelt man sich mit Müh’ und Not mit fremden Content eine Art Programm zusammen, den man von anderen übernimmt (und der dann überall läuft) bzw. der eine streamt die Sendung vom X, der X wiederum vom Y usw. und feiert das als “Zusammenschluss”.
De facto ist es dann doch wieder nichts anderes als ein gemeinsames Webradio (bei dem man ja nie mitmachen wollte), zu dem man sich als Kompromiss zusammenfindet, und laut.fm lacht sich eins.

Ich muss das nicht verstehen.
Aber macht ihr mal. mAirList macht all’ eure Ideen, die ihr da so habt, mit.

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Danke für eure Antworten und entschultigt bitte mein spätes Reagieren.

Ah super, dann passt das!

Wie genau meinst du das mit nicht als Musik kennzeichnen?
Klar könnte ich es in die Playlist einbauen, für Live-Sendungen finde ich es allerdings bequemer, den Trigger per Knopfdruck zu starten statt per Faderstart in der Playlist.

Gibt es eine Möglichkeit, das in meinem lokalen Netzwerk zu testen bevor ich live gehe? Sprich ein PC als “Streamserver”, zu dem der mAirList-PC sendet, und ein dritter PC als “Abspiel-PC”, auf dem ich dann prüfen kann, dass meine Tag-Einstellungen usw korrekt sind? Wie gesagt, nur in meinem lokalen Netz.

Betreffend der Diskussion ob ein Sender (oder wie man das auch immer bei laut.fm nennen soll; Ich schaue das halt aus der Sicht der Zuhörenden an, und die sehen bei ihren Empfangsgeräten halt eine “Station”) bei laut.fm nun sinnvoll ist oder nicht:
Irgendwo muss man halt anfangen. Ich verdiene weit unter dem Durchschnitt, sprich SUISA-Kosten usw kann ich nicht ansatzweise alleine stemmen. Mein Ziel ist es schon, langfristig eine Metal-Community zu gründen, welche dann eben auch einen Radiosender betreibt. Interessierte, die sich auch mal ans Mikrofon setzen wollen, habe ich auch bereits. Nur können wir halt momentan einen richtigen, eigenen Sender nicht finanzieren. Da bietet sich laut.fm als Einstieg (Und um zu schauen, was für eine Form das ganze annimmt) doch prima an. Für den Anfang reicht das, auch wenn ich dabei einige Kompromisse eingehen muss.

Alles gut. Die Kritik bezieht sich nicht auf die dort Mitmachenden, sondern auf das Konstrukt laut.fm als solches.

Da fällt mir ein Feature ein: Könnte (kann?) man einen oder mehrere bestimmte Player grundsätzlich vom Logging ausnehmen? Dann könnte man live die Playlist bestücken (deren Metadaten gestreamt werden) und müßte sich nicht um Kennzeichnungen für Layout usw. kümmern, da beispielsweise der (die?) Cartplayer ohnehin nichts davon weiterleiten.

mAirList kennt zwar einen integrierten Streamimng-Encoder (für’s private Radio zu Hause), aber der überträgt keine Metadaten.

Zum Rest schreibe ich dir nach der Mittagspause (heute ist viel los).

Für mein Alter bitte ich um Verzeihung; ich komme aus einer Zeit, in der sich Leute als Gruppe bei einem Radio zusammengeschlossen / zusammengefunden haben, um gemeinsam Radio zu machen. Dieses gemeinschaftliche und “alle an einem Strang ziehen” ist irgendwann dem zunehmenden Individualismus geopfert worden.
Betrachte meine Denke einfach als nicht mehr zeitgemäß und aussterbend. :wink:
Alles gut, ich bin einfach raus aus dem Markt der neuartigen Radiomacher. Die Zukunft gehört dir!

Kein’ Streß!    

[OT]
Aber man darf doch trotzdem mit mAirList auch noch Old-School-Radio machen, oder? Vielleicht sogar irgendwann einmal mit analogen Tonträger-Zuspielungen… :innocent: :joy:

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Ja, Martin, ich weiß. :sunglasses: :laughing:

Btw, ich am Mikrofon mit Vinyl in der Hand = analoge Zuspielung eines Tonträgers.

(“They’re coming to take me away, ha-haaa!” :stuck_out_tongue_winking_eye:)

Ich würde dann sogar mal die Rückseite dieser Platte auflegen :joy:

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Gottseidank hat mein Plattenspieler einen Rücklauf … :stuck_out_tongue:

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Stress hat eh nur der Leistungsschwache :grin: