Die Prioritätensetzung obliegt allein Torben, und was das angeht, lässt er sich nur selten in die Karten schauen.
Es kann allerdings vorkommen, dass er bei einem mittleren Update, also zum Beispiel einer v8.1, nochmal in die ToDo-Liste schaut, was mit wenig(er) Aufwand schnell mit in die neue Version eingepflegt werden kann.
Das ist dann auch ein wenig Changelog-Kosmetik, gepaart mit etwas Marketing.
Gehört dazu.
Dadurch werden andere Projekte aka Baustellen nicht unbedingt abgewertet, sondern - ganz im Gegenteil - höher eingeordnet. Das heißt dann aber im Umkehrschluss nicht zwingend, dass sie dringlicher sind.
Sie sind wichtig, ja, aber auch komplexer. Um das bildlich einzuordnen lade ich ein zu einem…
Exkurs: Chirurgische Notaufnahme Uniklinik

Jede Menge Patienten unterschiedlicher Kategorisierung und Dringlichkeit. Manche brauchen eine größere OP, die aber eingeplant werden kann, also ab auf Station. Die Not-OP geht sofort raus aus dem Schockraum zur intensiven Behandlung. Verstauchungen, Frakturen & Co. werden ins Röntgen abgeschoben und danach von einem Assistenzarzt gesichtet. Ohne OP können Verbände, Schienen und Gipse auch von einer nichtärztlichen medizinischen Hilfskraft übernommen werden. Nähen ist nicht ganz so wichtig und das schiebt man ein, wenn Zeit ist (ja, der Patient mit der Schulter-Luxation, nur auf die Schnelle wieder eingerenkt, wartet auf Station trotzdem noch auf seine terminierte OP).
Ziel: Bekomme möglichst effizient die chirurgische Notaufnahme wieder frei bzw. mit Kapazitäten einsatzbereit und den Wartebereich leer(er). Und dann ziehst du eben auch mal die vermeintliche Bagatelle der großen OP vor.
Krankenhaus-Tetris. 
Es wäre fatal, wenn eine anstehende OP alle anderen Behandlungen blockieren würde, auch wenn diese nicht so wichtig erscheinen wie die OP selbst. Es geht um Ressourcen(-verteilung).
Dieses Prinzip, von der Triage bis zur Entlassung aus der Klinik (ambulant oder stationär) , lässt sich auf quasi jeden anderen Arbeitsbereich mit knappen Ressourcen übertragen.
Ich selber habe früher vergleichbar gearbeitet: Da lag noch ein dicker Brocken kurz vor Feierabend auf dem Schreibtisch, der aber nicht innerhalb weniger Stunden weg musste; im Gegenteil: Hier war mehr Sorgfalt als Routine angezeigt.
Also habe ich schnell noch drei Bagatell-Vorgänge abgefrühstückt, damit ich am nächsten Tag frisch und in Ruhe an den dicken Brocken herangehen konnte. Eine Beschwerde über die drei vorgezogenen Bagatellen wäre hier fehl am Platz gewesen.
Und ich denke, dass Torben ähnlich denkt und vorgeht.